Übersicht
Fess gibt mehrere Protokolldateien aus, um Systembetriebsstatus und Fehlerinformationen aufzuzeichnen. Durch angemessene Protokollkonfiguration werden Fehlersuche und Systemüberwachung erleichtert.
Arten von Protokolldateien
Hauptprotokoll
dateien
Hauptprotokolldateien, die Fess ausgibt:
Speicherort der Protokolldateien
Bei Zip-Installation:
Bei RPM/DEB-Paketen:
Protokollüberprüfung bei Fehlersuche
Bei Problemen überprüfen Sie Protokolle wie folgt:
Fehlertyp identifizieren
Anwendungsfehler →
fess.logCrawler-Fehler →
fess-crawler.logAuthentifizierungsfehler →
audit.logServerfehler →
server_?.log
Neueste Fehler überprüfen
Nach bestimmten Fehlern suchen
Konfiguration der Protokollebenen
Was sind Protokollebenen?
Protokollebenen steuern Detailgrad der auszugebenden Protokolle.
| Ebene | Beschreibung |
|---|---|
FATAL | Kritische Fehler (Anwendung kann nicht fortgesetzt werden) |
ERROR | Fehler (Teil der Funktionalität funktioniert nicht) |
WARN | Warnung (potenzielle Probleme) |
INFO | Information (wichtige Ereignisse) |
DEBUG | Debug-Informationen (detaillierte Betriebsprotokolle) |
TRACE | Trace-Informationen (am detailliertesten) |
Empfohlene Protokollebenen
| Umgebung | Empfohlene Ebene | Begründung |
|---|---|---|
| Produktionsumgebung | WARN | Fokus auf Leistung und Speicherplatz |
| Staging-Umgebung | INFO | Aufzeichnung wichtiger Ereignisse |
| Entwicklungsumgebung | DEBUG | Detaillierte Debug-Informationen erforderlich |
| Bei Problemuntersuchung | DEBUG oder TRACE | Temporär detaillierte Protokolle aktivieren |
Änderung über Konfigurationsdatei
Für eine detailliertere Protokollkonfiguration bearbeiten Sie die Log4j2-Konfigurationsdatei.
Speicherort der Konfigurationsdatei
ZIP-Installation:
app/WEB-INF/classes/log4j2.xmlRPM/DEB-Pakete:
/usr/share/fess/app/WEB-INF/classes/log4j2.xml
Grundlegende Konfigurationsbeispiele
Standard-Protokollebene:
In der Standard-Datei log4j2.xml wird die Protokollebene über die Variable ${log.level} angegeben. Diese Variable wird beim Start mit dem Wert von -Dfess.log.level (FESS_LOG_LEVEL, Standard: warn) aufgelöst.
Sie können anstelle der Variable auch direkt eine Ebene angeben.
Beispiel: Auf DEBUG-Ebene ändern
Beispiel: Protokollebene für bestimmtes Paket ändern
Warnung
Die Ebenen DEBUG und TRACE geben große Mengen an Protokollen aus. Verwenden Sie diese nicht in Produktionsumgebungen, da sie Festplattenspeicher und Leistung beeinträchtigen.
Konfiguration über Umgebungsvariablen
Die Protokollebene kann auch beim Systemstart festgelegt werden. Setzen Sie FESS_LOG_LEVEL in fess.in.sh (Linux).
Der Standardwert ist warn.
Bemerkung
Die Windows-Datei fess.in.bat liest die Umgebungsvariable FESS_LOG_LEVEL nicht aus. Da der Wert dort direkt als -Dfess.log.level=warn eingetragen ist, muss diese Zeile in fess.in.bat direkt bearbeitet werden, um die Protokollebene unter Windows zu ändern.
Protokollrotation
Übersicht
Protokolldateien wachsen mit der Zeit, daher ist regelmäßige Rotation (Generationsverwaltung) erforderlich.
Automatische Rotation durch Log4j2
Fess verwendet RollingFileAppender von Log4j2 für automatische Protokollrotation.
Standardkonfiguration
Dateigröße: Rotation bei über 100 MB
Aufbewahrungsgenerationen: Maximal 10 Dateien
Beispiel für Konfigurationsdatei (log4j2.xml):
Referenzinformationen
Protokollbenachrichtigung - Log-Benachrichtigungskonfiguration
Speicherkonfiguration - Speicherkonfiguration
Erweiterte Crawler-Konfiguration - Erweiterte Crawler-Konfiguration
Index-Verwaltung - Index-Backup